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§ 14 TzBfG Befristung: einfach erklärt

§ 14 TzBfG einfach erklärt: Sachgrundlose Befristung bis 2 Jahre, Schriftform der Befristung und Entfristungsklage innerhalb von 3 Wochen.

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Was bedeutet § 14 TzBfG für Sie?

§ 14 TzBfG begrenzt die sachgrundlose Befristung im Regelfall auf 2 Jahre mit bis zu drei Verlängerungen – und grundsätzlich nur ohne Vorbeschäftigung beim selben Arbeitgeber. Sonderregeln erlauben unter anderem längere Grenzen bei neu gegründeten Unternehmen, für bestimmte Arbeitnehmer ab 52 Jahren und aufgrund von Tarifverträgen. Entscheidend ist die gesetzlich vorgeschriebene Form: Ist die Befristungsabrede formunwirksam, gilt der Vertrag grundsätzlich als unbefristet. Die Unwirksamkeit muss regelmäßig innerhalb von 3 Wochen nach dem vereinbarten Ende gerichtlich geltend gemacht werden.

Stand: August 2026. Allgemeine Rechtsinformation – keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Welche Regeln sind besonders wichtig?

Für die erste Einordnung kommt es vor allem auf diese Punkte an:

  • Regelfall: 2 Jahre

    Ohne Sachgrund grundsätzlich bis zu 2 Jahre und maximal 3 Verlängerungen; § 14 Abs. 2a, Abs. 3 und Tarifverträge können abweichende Grenzen vorsehen.

  • Schriftform

    § 14 Abs. 4 TzBfG: Die Befristung muss schriftlich vereinbart sein – sonst gilt der Vertrag als unbefristet.

  • Vorbeschäftigung

    Bei früherer Beschäftigung beim selben Arbeitgeber ist sachgrundlose Befristung regelmäßig ausgeschlossen.

  • Entfristungsklage

    Klage binnen 3 Wochen nach dem vereinbarten Ende (§ 17 TzBfG) – verspätet eingereicht, ist der Anspruch weg.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Beispiel: Eine zweijährige Befristung wird zweimal verlängert und liegt bei 30 Monaten – die Höchstdauer ist überschritten, das Arbeitsverhältnis gilt als unbefristet.

Häufige Fragen zu § 14 TzBfG

Was gilt bei Befristung mit Sachgrund?

Mit Sachgrund (z. B. Vertretung, Projekt) gibt es keine 2-Jahres-Grenze; der Sachgrund muss aber wirklich vorliegen.

Gilt die Schriftform auch für Verlängerungen?

Ja, jede Verlängerung muss schriftlich erfolgen – eine mündliche Verlängerung ist unwirksam und macht den Vertrag unbefristet.

Was passiert nach Ablauf des befristeten Vertrags?

Er endet grundsätzlich automatisch. Wird die Arbeit danach mit Wissen des Arbeitgebers fortgesetzt, gilt das Arbeitsverhältnis nach § 15 Abs. 6 TzBfG als auf unbestimmte Zeit verlängert, wenn der Arbeitgeber nicht unverzüglich widerspricht oder die Zweckerreichung nicht unverzüglich mitteilt.

Welche amtlichen Quellen wurden verwendet?

Die verlinkten Fundstellen führen direkt zu den amtlichen Gesetzestexten und – soweit im Artikel zitiert – zu den Entscheidungen der zuständigen Bundesgerichte.

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