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Verträge prüfen & erstellenRisiken verstehen. Redlines anwenden.

Upload oder Copy-Paste – SpecterAI markiert riskante Klauseln, priorisiert Änderungen und schlägt alternative Formulierungen vor.

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Typische Vertragstypen

Muster & Checklisten
  • AGB & Verbraucher

    Unfaire Klauseln erkennen und korrigieren

  • NDA & Geheimhaltung

    Ausgewogene Pflichten & Laufzeiten sicherstellen

  • SaaS & Lizenz

    Haftung, Verfügbarkeit, SLAs und Datenschutz prüfen

  • Liefer- & Dienstleistung

    Leistungsumfang, Gewährleistung, Verzug und Haftung

Problemklärung: Verträge in der Realität

Haftung, Laufzeiten, Datenschutz – wo Risiken wirklich lauern

Haftungsklauseln – die größten Kostentreiber: Vollständige Haftungsausschlüsse oder völlig unbegrenzte Haftung sind rote Flaggen. In AGB sind Ausschlüsse für Leben, Körper, Gesundheit sowie für Vorsatz/grobe Fahrlässigkeitregelmäßig unwirksam. Saubere Praxis: klare Caps (z. B. ein Prozentsatz der Jahresvergütung), Differenzierung nach Verschuldensgrad und kein Ausschluss von Kardinalpflichten.

Schnellcheck Haftung

  • Cap pro Jahr + Gesamtcap; separate Caps für Datenschutz/IP nur bei echter Risikoabwägung.
  • Keine Ausschlüsse für Personenschäden, Vorsatz/grobe Fahrlässigkeit.
  • Carve-outs sauber benennen (z. B. Verletzung von Vertraulichkeit, Datenschutz, IP-Rechten).
  • Kein Verweis auf „alle Schäden“ – Folgeschäden präzise definieren.

Laufzeit & Kündigung – Kostenfallen entschärfen: Problematisch sind lange Mindestlaufzeiten plus automatische Verlängerungen. Im B2C gilt: Nach Erstlaufzeit ist nur noch eine unbefristete Verlängerung mit Kündigungsfrist von max. einem Monat zulässig; zudem ist online ein klarer Kündigungsbutton notwendig. Im B2B hilft ein zentrales Fristen-Board inkl. Erinnerungen 90/60/30 Tage vor Stichtag.

Do’s für Laufzeiten

  • Verlängerung nach Erstlaufzeit nur unbefristet mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit (B2C).
  • Kündigungsfenster und Zustellwege (Post, E-Mail, Portal) eindeutig definieren.
  • Reminder & Owner im Vertragsregister hinterlegen.

SLAs – viel versprochen, wenig Haftung: „99,9 %“ wirkt gut, führt aber oft nur zu Service-Gutschriften als alleinigem Rechtsbehelf. Besser: Messfenster (Peak-Zeiten), Reportingpflichten, Eskalationsstufen, Wiederherstellungsziele (RTO/RPO) und ein Sonderkündigungsrecht bei wiederholten Verstößen. Gutschriften sind nett – aber keine Schadenskompensation.

Datenschutz & Subprocessing: Auftragsverarbeiter brauchen einen Art. 28-Vertrag mit TOMs, Weisungsbindung, Unterstützung bei Betroffenenrechten/Vorfällen, Exit-Regeln und Subunternehmer-Kontrolle. Bei internationalen Datentransfers: prüfen, ob DPF/SCCs einschlägig sind und wie Änderungen an Unterauftragnehmern gemeldet werden (Opt-out/Objections).

Minimal-Inhalte Art. 28-DPA

  • Gegenstand, Dauer, Datenarten, Kategorien, Zwecke, Rechte/Pflichten.
  • TOMs (inkl. Zugriff, Verschlüsselung, Protokollierung) + Audit-/Nachweispflichten.
  • Subprozessor-Liste + Änderungsbenachrichtigung mit Widerspruchsrecht.
  • Rückgabe/Löschung bei Vertragsende; Unterstützung bei Art. 32/33/34 DSGVO.

IP & Vertraulichkeit – Overreach vermeiden: „Background“ vs. „Foreground“ IP sauber trennen, Rechte klar zuweisen (Nutzungs- vs. Eigentumsübertragung) und Open-Source-Pflichten prüfen. Residual-Knowledge- Klauseln kritisch bewerten: Sie können Vertraulichkeit leerlaufen lassen, wenn „im Gedächtnis behaltene“ Ideen frei genutzt werden dürfen.

Change Control & Scope Creep: Ohne formalen Change-Prozess explodieren Budget und Fristen. Pflichtprogramm: RFC-Vorlage, Impact-Bewertung (Zeit/Kosten/Risiko), Freigabe durch Change Authority, aktualisierte Spezifikation und ein Micro-Budget für Kleinständerungen mit Deckel (z. B. 5 %/Monat).

Jurisdiktion & anwendbares Recht: „Governing Law“ ist nicht „Gerichtsstand“. In der EU erleichtert die Brüssel-Ia-VO Anerkennung/Vollstreckung; bei New-York-Recht sind Verfahrenskultur und Discovery anders. Für global verteilte Projekte ist Schiedsgerichtsbarkeit oft vollstreckungsstärker (New-York-Konvention).

Vertrags-Kurzcheck (10 Punkte)

  1. Haftungs-Cap + saubere Carve-outs (kein Ausschluss bei Personenschäden/grober Fahrlässigkeit).
  2. Laufzeiten & Kündigungsfenster; B2C: Kündigungsbutton/1-Monatsfrist.
  3. SLAs mit Messfenster, Reporting, Eskalation, Termination-Right.
  4. DPA nach Art. 28 inkl. Subprocessor-Prozess & TOM-Nachweisen.
  5. Transfer-Mechanismus (DPF/SCCs) & Informationspflichten.
  6. IP-Regelung: Background/Foreground, Lizenzumfang, OSS-Compliance.
  7. NDAs ohne überzogene Residuals; klare Laufzeit & Rückgabepflichten.
  8. Change-Prozess (RFC, Impact, Freigabe) + Budget-Deckel.
  9. Gerichtsstand/Schiedsgericht + Vollstreckbarkeit.
  10. Exit-Plan: Datenportabilität, Unterstützung, Lösch-/Übergabefristen.

Hinweis: Keine Rechtsberatung – die Wirksamkeit einzelner Klauseln hängt u. a. von B2B/B2C-Kontext, AGB-Einbeziehung und aktueller Rechtsprechung ab.

So hilft SpecterAI

Vom Upload bis zum finalen Redline-Vorschlag

1

Dokument übergeben

Text einfügen oder Datei hochladen

2

Risikoklauseln finden

KI markiert problematische Inhalte mit Priorität

3

Alternativen prüfen

Vorschläge für ausgewogene Klauseln

4

Redlines übernehmen

Exportfertige Änderungen anwenden

Dokumente, die wir für Sie erstellen

Konkrete Outputs – sofort einsetzbar und anpassbar

Redlined Vertrag

Konkrete Änderungen mit Begründung

Klausel-Alternativen

Juristisch ausgewogene Ersatztexte

Executive Summary

Verständliche Zusammenfassung der Risiken

Verhandlungsargumente

Punkte & Prioritäten für Calls

Unterschrifts-Checkliste

Final Checks vor Signatur

Datenschutz-Klauseln

DSGVO-konforme Passagen

Due-Diligence-Liste

Systematische Prüfpunkte für Compliance

Sign-off-Memo

Management-Summary für Entscheidung

Counterparty-Change-Log

Nachverfolgung aller Verhandlungsrunden

Haftungsmatrix

Übersicht aller Risiken und Limits

Beispielauszüge aus unseren Mustern

Beispiel: SaaS SLA-Redline

§ 4.2 Verfügbarkeit: 99% pro Monat, gemessen als Uptime aller Services. Bei Unterschreitung: Gutschrift von 5% der Monatsgebühr.

§ 4.2 Verfügbarkeit: 99,5% pro Monat, gemessen werktags 8-18 Uhr. Ausschluss: Geplante Wartung (max. 4h/Monat, angekündigt 48h vorher). Bei Unterschreitung unter 99%: Wahlrecht Kunde auf Gutschrift (10% Monatsgebühr) oder außerordentliche Kündigung.

Beispiel: AGB-Klauselersatz

§ 12 Haftung: Die Haftung des Unternehmens ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

§ 12 Haftung: Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, begrenzt auf den vorhersehbaren Schaden. Die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Personenschäden bleibt unberührt.

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